Ein gutes Website-Briefing macht Ihre Idee für andere umsetzbar. Es beschreibt Zielkunden, Angebot, Inhalte und den gewünschten Anfrageweg. Unsere Vorlage führt durch sieben Punkte. Auch Ungeklärtes hat Platz: Sie müssen das Design und die Technik noch nicht entschieden haben, um sinnvoll zu beginnen.
Aus «modern und übersichtlich» wird eine klare Aufgabe
Diese beiden Wünsche beschreiben eine Richtung, aber noch keine Abnahme. Konkreter wird das Briefing mit einem Besucherweg: «Ein Interessent erkennt auf dem Smartphone, ob unser Service zu seinem Anliegen passt, und kann eine passende Beratung anfragen.»
Ergänzen Sie, was Ihr Team danach braucht: Anliegen, Kontaktdaten und eine verantwortliche Person. Daraus folgen Entscheidungen über Struktur, Texte, Formular und Anbindung. Die Gestaltung unterstützt diesen Weg. So können Auftraggeber und Umsetzungspartner später gemeinsam prüfen, ob das Ergebnis die vereinbarte Aufgabe erfüllt.
Wie beginnen wir, wenn bisher nur eine Idee besteht?
Ist noch unklar, ob Sie eine Firmenwebsite, eine Kampagnenseite oder beides brauchen? Unsere Entscheidungshilfe zu Landingpage und Website ordnet die passenden Einstiege ein.
Formulieren Sie zunächst einen Satz: «Unsere Website hilft [Zielkunden], [Anliegen] zu lösen. Der nächste Schritt ist [Aktion].»
Für ein Beratungsteam könnte das heissen: Interessenten erkennen, bei welchem Anliegen das Team hilft, nutzen einen kurzen Check und können danach eine passende Anfrage senden. Das ist ein Planungsbeispiel und keine Zusage bestimmter Kundenzahlen.
Die Vorlage oben führt durch sieben kurze Bereiche. Sie lässt sich auch nutzen, wenn Sie Ihre bestehende Website verbessern möchten.
Welche sieben Punkte sollten wir festhalten?
1. Zielkunden und Angebot
Wen möchten Sie zuerst erreichen? Welches konkrete Problem lösen Sie? Welche Leistung soll verständlich werden? Benennen Sie eine vorrangige Kundengruppe und ihre wichtigsten Fragen. Weitere Zielgruppen können später eigene Einstiege erhalten.
2. Der nächste Schritt des Besuchers
Wählen Sie eine Hauptaktion, etwa eine passende Anfrage oder einen nützlichen Check. Beschreiben Sie, was der Besucher dafür erhält und was anschliessend passiert. «Kontakt aufnehmen» allein erklärt noch nicht, wofür sich der Schritt lohnt.
3. Inhalte und echte Belege
Notieren Sie die benötigten Leistungsinformationen, Bilder, häufigen Fragen und verifizierbaren Referenzen. Wer liefert und bestätigt sie? Kennzeichnen Sie geplante Funktionen und mögliche Beispiele. Ein Wunschresultat darf nicht wie ein bereits erzielter Kundenerfolg aussehen.
4. Anfrageweg und Verantwortung
Welche Angaben braucht Ihr Team wirklich? Wohin geht die Anfrage? Wer übernimmt, wenn die zuständige Person fehlt? Planen Sie auch die Fehlermeldung, falls die Übertragung scheitert. Eine Bestätigungsseite und ein tatsächlich im CRM angekommener Vorgang sind zwei getrennte Prüfpunkte.
5. Vorhandene Systeme und Zugänge
Erfassen Sie Domain, Website-System, CRM, Kalender und weitere nötige Dienste. Halten Sie zunächst nur die verantwortlichen Personen und benötigten Anbindungen fest. Passwörter und geheime Schlüssel gehören nicht ins Briefing. Zugänge werden im später vereinbarten Verfahren vergeben.
6. Projektumfang und Zusammenarbeit
Was muss zum Start funktionieren und was kann folgen? Wer entscheidet über Texte und Design? Welche Inhalte fehlen? Klären Sie Budgetrahmen, Terminwünsche, laufende Kosten, Änderungen und Betreuung gemeinsam, bevor daraus ein Auftrag wird.
7. Abnahme und laufende Verbesserung
Beschreiben Sie, was als fertig gilt. Ein hilfreiches Beispiel: Die wichtigste Leistung ist mobil verständlich, die Hauptaktion ist erreichbar und eine ausdrücklich freigegebene Anfrage kommt genau einmal bei der richtigen Person an. Erst ein solcher Ablauf macht den Webauftritt für das Team nutzbar.
Was prüfen wir auf dem Smartphone?
Öffnen Sie die Seite auf einem schmalen Bildschirm. Können Sie Angebot und nächsten Schritt erkennen? Lassen sich Menüs, Links und Formulare ohne verdeckte Bedienelemente nutzen? Prüfen Sie längere Namen und Fehlermeldungen ebenso wie den kurzen Normalfall.
Formularfelder brauchen verständliche, zugeordnete Beschriftungen; dazu gibt es die W3C-Anleitung für Formulare. Bei der Geschwindigkeit helfen Messungen von Ladeverhalten, Reaktion und visueller Stabilität. Google web.dev unterscheidet dabei Tests im Labor und Daten aus echter Nutzung. Ein einzelner guter Testwert ersetzt die Nutzungserfahrung Ihrer Besucher nicht.
Wie wird daraus ein umsetzbarer Webauftritt?
Gehen Sie das Briefing mit den beteiligten Personen durch. Trennen Sie geklärte Angaben von offenen Entscheidungen. Für jeden offenen Punkt braucht es eine verantwortliche Person und einen nächsten Schritt.
Mit Webdesign von AgenticIT verbinden wir Auftritt, Anfrageweg und die passenden Systeme. Falls noch unklar ist, ob zuerst Angebot, Website oder Übergabe verbessert werden sollte, hilft der Marketing-Setup-Check unten bei der Einordnung.